1951 wurde der Mittelschwäbische Luftsportverein (MLV) gegründet, zunächst als Aero-Club Krumbach. Als sich dann aber die Thannhausener Gruppe noch dem Verein anschloss, nannte man sich Mittelschwäbischer Luftsportverein und kam damit auch dem Einzugsbereich der damals rund 70 Mitglieder nach. Die Bedingungen waren nicht einfach: Automobile waren damals noch eine Seltenheit und damit die Entfernung von Thannhausen nach Krumbach oder nach Kirchheim fast unüberwindbar. Die Straße nach Kirchheim war damals weder asphaltiert, noch geteert und angesichts der vielen Schlaglöcher selbst mit dem Auto eine Strapaze. Die Einkommen der Bevölkerung waren gering, trotzdem ließen sie es sich nicht nehmen den MLV zu gründen. Was zunächst mit einem auch für damalige Verhältnisse einfachen Flugzeug begann, einer SG 38 mit Boot, hat sich bis heute zu einem modernen Verein entwickelt, dessen Flugzeugpark auf der Höhe der Zeit ist.
In drei Abteilung geht man beim MLV seinem Hobby fliegen nach. Begonnen hat es mit dem Segelflug, seit 1953 gibt es die Modellflieger und seit 1963 hat sich die Abteilung Motorflug im Verein gebildet. Aktuell verfügt der Verein über fünf Segelflugzeuge, einen Motorsegler (G109 B) und ein Ultraleicht (FK9 ELA), zudem sind weitere private Segel- und Motorflugzeuge, sowie ein Hubschrauber, ein Heißluftballon und weitere ULs am Flugplatz stationiert. Von Anfang an hat der Verein seine Piloten selbst ausgebildet. Vier Segelfluglehrer kümmern sich um den fliegerischen Nachwuchs der Abteilung Segelflug. Auch eine Motorflugausbildung ist in Zusammenarbeit mit der MBB SG-Augsburg möglich und erfolgt auf dem vereinseigenen Motorsegler. Drei Flugflehrer für Motorflug, Motorsegelflug und zum Teil auch für UL sind dazu in Augsburg und in Thannhausen aktiv.